Dani und die Miliz

Zur Vorgeschichte:
Es war im Jahre 1992, als ich nach Abschluss meiner Ausbildung gleich das Heer hinter mich bringen wollte und ich prompt am 2.1.1992 zum Jägerbattalion nach Glasenbach einberufen wurde. In dieser Zeit, eben nach dem Schulabschluss, hatte ich so eine Art Männlichkeit sphase in der ich mir nun überhaupt nicht eingestehen wollte das ich doch nicht so bin wie es nach aussen hin aussieht.
Meine 2 Tatoos stammen uebrigens auch aus so einer Phase.
Ich hatte deshalb auch nicht wirklich ein Problem mit dem Heer und durch meine damalige Superfitness waren die köperlichen Anstrengungen eher ein Klax fuer mich.
Dies zeigte sich dann auch durch zahlreiche Medaillen und Dienstfreistellungen :-).Zahlreiche Vergünstigungen gabs aber auch durch die freiwillige Meldung zur Unteroffizierslaufbahn.
Nun aber zum wesentlichen:

Durch eine Vorankündigung im Jänner 2002 wusste ich das ich irgendwann im Mai einen Einberufungsbefehl bekommen werde und habe dann im April einmal bei der Ergänzungsabteilung Salzburg angefragt wie das so ist mit ärztlichen Attesten und ob es Sinn macht schon vor Erhalt des Einberufungsbefehls die Behörde zu informieren.
Ich habe folgende Auskunft erhalten:
Warten sie erstmal den Einberufungsbefehl ab und dann schicken sie uns ein Schreiben mit den Gutachten.

Gesagt getan, ich erhalte also den Einberufungsbefehl am 22. Mai. Ich muss 2 Wochen auf eines der beiden Gutachten warten und schicke diese mit einem Schreiben und einem zusätzlichen Schreiben meines Psychotherapeuten an die Ergänzungsabteilung Salzburg.
2 Wochen später erhalte ich vom Militärkommando Salzburg einen RSb Brief in dem folgendes steht:

...

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Sehr geehrter Herr ....!

Auf Ihr Schreiben vom 12. Juli 2002 teilt Ihnen das Militärkommando Salzburg mit, dass der Einberufungsbefehl vom 22. Mai 2002 aufrecht erhalten wird.
Gegen einen Einberufungsbefehl ist gem. Par 24 Abs 1 des Wehrgesetztes 2001 BGBl I Nr. 146, ein ordendliches Rechtsmittel nicht zulässig.
Das Militärkommando Salzburg fand auch keinen Anlass, von seinem Recht, den Einberufungsbefehl von Amts wegen aufzuheben, Gebrauch zu machen.
Die Prüfung der von Ihnen vorgebrachten gesundheitlichen Gründe und die für Sie vorgesehene Verwendung ergab, dass sie vorraussichtlich in der Lage sein werden diesen Präsenzdienst zu leisten.
Sie sind daher ab 0000 Uhr Soldat, unterliegen ab diesem Zeitpunkt den für Soldaten geltenden Rechtsvorschriften und haben den Dienst gemäss Einberufungsbefehl anzutreten.
Ihre tatsächliche Dienstfähigkeit wird der Militärarzt im Wege der Einstellungsuntersuchung feststellen. Sollten Sie am Einberufungstag nicht reisefähig sein, haben Sie diesen Umstand unverzüglich der Truppe, zu der sie einberufen wurden, zu melden oder eine solche Meldung zu veranlassen.

Salzburg am 24.Juli 2002
....

Ihr könnt euch vorstellen das sich bei mir der Magen umgedreht hat als ich das gelesen hab. Insbesondere der Umstand das der RSb am Montag angekommen ist und in der Verständigung vom Postamt auch schon " Einberufung Aufrechterhaltung" draufstand, ich aber das Schreiben erst am Di Abend in den Fingern hatte.
Nach einem Hilfe Posting am Di Vormittag in die österreichische Transgender Mailingliste hatte ich am Abend schon ein paar brauchbare Tipps bekommen und habe sofort angefangen die für mich sinnvollste Variante herauszusuchen. Nach kurzem Überlegen stand für mich folgendes fest: Anruf beim 24h erreichbaren heerespsychologischen Helpline Service um weitere Auskunft zu erhalten.
Der Arzt mit dem ich dort sprach und dem ich meine Situation geschildert hatte gibt mir grundsätzlich ein paar Tipps und ich erfahre das ich dadurch eine erneute Stellung vor mir habe und das sichi das ganze auch auf mein Privatleben auswirken kann wenn ich aus psychischen Gründen nicht mehr zum Päsenzdienst kann. Er verwies mich dann an Psychologen die mir in diesem Fall weiterhelfen können. Diese sind in Wien, Graz und Innsbruck jeweils in einem Krankenhaus tätig.
Ich telefoniere also mit dem Psychologen aus Innsbruck, er ist meinem Wohnsitz am nächsten, und der versichert mir schon beim ersten Gespräch das ich sicher nicht einrücken muss. Er wird mit dem zuständigen Militärkommando sprechen und ich brauche mir keine Sorgen zu machen.
Eine halbe Stunde später ruft er mich zurück und gibt mir die Telefonnummer eines diensthabenden Offiziers durch der mich telefonisch kontaktieren wird bzw ich mich bei ihm melden soll. Der Offizier weiss was zu tun ist und besorgt sich vorerst einmal meine Unterlagen. Soweit so gut denk ich.
Ich telefoniere dann mit diesem Offizier und erfahre das er in meinem Fall nichts machen kann und verweist mich wieder an das Militär kommando Salzburg. Ahh denk ich und rufe wiedereinmal ein bißchen verzweifelt den Psychologen in Innsbruck an. Ich erklaere ihm wiederum die Situation worauf dieser diesmal schon etwas in Rage mir verspricht diesen Fall entgültig aus der Welt zu schaffen.
Eine Stunde später ruft mich der Psychologe wieder zurück und erklärt mir dass er das jetzt alles geregelt hat, auch mit dem zuständigen Arzt, der die Aufrechterhaltung erwirkt hat hat er gesprochen und ich bekomme in 2 Wochen die Aufhebung des Einberufungsbefehls.
Ich weiss zu diesem Zeitpunkt noch nicht was ich von der Geschichte halten soll und denke mir das 2 Wochen Ungewissheit doch irgendwie verkraftbar sind und ich, wenn der Einberufungsbefehl aufgehoben wird, vor Freude sowieso wieder voll auf Touren komme.

Am Montag darauf bekomme ich also nun wieder ein Schreiben vom Militärkommando Salzburg mit der Aufschrift "Einberufungsbefehl Aufhebung" und Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie happy ich zu diesem Zeitpunkt war.
Der Innsbrucker Psychologe hat auf meine Anfrage hin wie sich unsereins nun im Falle einer Einberufung verhalten soll folgendes geschrieben (mein Dankesmail auch gleich dazu):

Zitiere Daniela *-------* :
> Sehr geehrter Herr Dr. Penz!
> Ich halte hier den Aufhebungsbescheid in meinen Haenden und moechte
> Ihnen noch einmal recht herzlich Danken.
> Um solch Aufregung ++dani